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Messebanner im Taschenformat

25.03.2026

Eine neue Form des Upcyclings von ausgedienten Messebannern hat die Fairconstruction für sich selbst getestet. Herausgekommen sind dabei qualitativ hochwertige Taschen. Das Angebot steht nun auch ihren Kund*innen offen.

Ulla Kreuzer mit einer Auswahl der recycelten Banner-Taschen.
Ulla Kreuzer mit einer Auswahl der recycelten Banner-Taschen.

Orangetöne fallen ins Auge, besucht man das Team der Fairconstruction, deren Schwerpunkt der Messe- und Eventbau auf unserem Gelände ist. Ulla Kreuzer, die hier für den Bereich Marketing und Sustainabilty zuständig ist, holt aus einem Beutel eine Vielzahl kleiner orangefarbener Taschen hervor, bis rund 20 davon auf ihrem Tisch liegen. Jede davon ist ein Unikat: einige mit schwarzem Schriftzug, andere mit roten Streifen und weitere mit grauem Muster im Kontrast zur orangenen Grundfarbe. Ein kleines Schild mit dem Slogan „Yesterday a banner, today your companion – upcycled by fairconstruction” ist auf jeder Tasche im Schlampermäppchen-Format aufgenäht.

Warum die Fairconstruction mit diesen Taschen wirbt? „Wir wollten damit aufzeigen, wie Stoffbanner von Messeständen sinnvoll weiterleben können, um nicht nach jeder Veranstaltung im Müll zu landen“, erklärt Kreuzer.

Kund*innen wollen vermehrt einen Stand haben, der sehr nachhaltig ist und wenig Müll produziert. „Bis zu 80 Prozent der Materialien, die wir in einen Stand einbringen, verwenden wir wieder“, bilanziert sie. „Bei den Systemständen liegen wir auch über diesem Wert.“ Stoffgrafiken als Standmaterial zu nutzen sei eine gute Lösung, da sie weniger Müll verursachen als eine optionale Spanplatte mit Grafik. Die in den letzten Jahren gestiegene Kundennachfrage bei der Fairconstruction nach solchen Ständen unterstreicht dies.

Der Prototyp der Taschen wurde aus einem Fairconstruction-Werbebanner produziert.
Der Prototyp der Taschen wurde aus einem Fairconstruction-Werbebanner produziert.

Am nachhaltigsten seien natürlich Banner, die gar nicht erst entsorgt, sondern einlagert und bei der nächsten Veranstaltung wieder eingesetzt würden, so Kreuzer. Bei einem Stoffbanner mit einer spezifischen Botschaft lasse sich das allerdings nicht immer umsetzen und so kam von Fairconstruction-Seite eine neue Idee ins Spiel: die Wiederverwendung als Tasche.

Generell sei das Ziel ihrer Abteilung, immer wieder aufs Neue nach Optionen für ihre Kund*innen zu suchen, Stände nachhaltiger zu gestalten. So setzt die Fairconstruction darauf, Materialien mehrfach einzusetzen oder kreislauffähig zu bleiben.

Um beurteilen zu können, wie der Abwicklungsprozess für ein solches Upcycling für die Kund*innen künftig umgesetzt werden kann, beschloss das Team, dieses testweise für sich selbst umzusetzen. Nachdem ein geeigneter Veranstalter gefunden war, wurden im vergangenen Jahr aus rund 70 Quadratmetern Stoffspanngrafik erstmals 400 Taschen produziert. Logos und Botschaften des Kunden wurden vor der Produktion rausgeschnitten.

Dass die Taschen zum orange gehaltenen Markenauftritt der Fairconstruction so gut passen, sei ein „guter Zufall“ gewesen, sagt Kreuzer. Mit Blick auf die Stoffauswahl ist außerdem eine gewisse Qualität Voraussetzung für eine gute Verarbeitung.

Jede aus den Messebannern hergestellte Tasche ist ein Unikat.
Jede aus den Messebannern hergestellte Tasche ist ein Unikat.

Bei der Herstellung der Taschen arbeitete Fairconstruction mit Reciclage zusammen, einem kleinen Unternehmen in Alzenau, das ausgedienten Bannern und Fahnen ein zweites Leben schenkt. „Wenn wir die Option haben, werden wir das Projekt wiederholen, denn der Mehraufwand ist überschaubar“, lautet Kreuzers Fazit. Ihre kleinen Taschen nutzt die Abteilung selbst als Werbegeschenk für ihre Kund*innen.

Das Angebot steht nun auch allen Fairconstruction-Kund*innen offen: Voraussetzung ist hierbei, dass große Stoffflächen auf dem Stand eingesetzt wurden.

Infokasten:

Messe Frankfurt Fairconstruction

Die Fairconstruction baut und gestaltet Messestände, Eventflächen und Ausstellungsbereiche für Aussteller und Veranstalter – hauptsächlich auf dem Gelände der Messe Frankfurt. Das Team setzt rund 3.500 Projekte pro Jahr um. 

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