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780 Jahre Messe Frankfurt – und das Geschäft startet wieder

10.07.2020

Am 11. Juli 1240 stellte Kaiser Friedrich II. das Messe-Privileg für Frankfurt am Main aus und markierte damit die Geburtsstunde der Messe Frankfurt. 780 Jahre später blickt das Unternehmen zurück auf eine bewegte Geschichte, in der sich die Messe in Frankfurt vom mittelalterlichen Marktplatz zum Global Player entwickelt hat – und dabei neben Erfolgen auch so manche Krise erlebte und bewältigte.

Herbstmesse in Frankfurt im Jahr 1949. Copyright: Messe Frankfurt GmbH
Herbstmesse in Frankfurt im Jahr 1949. Copyright: Messe Frankfurt GmbH

„Die Messe ist Impulsgeber für die Entwicklung unserer Stadt“, so Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Peter Feldmann zum Messejubiläum. „Nirgends sind Messe- und Stadtgeschichte so eng miteinander verbunden wie in Frankfurt. Das durch Kaiser Friedrich II. urkundliche Messeprivileg bildete den historischen Ursprung zu einer fortdauernden Erfolgsgeschichte, die ihren Anfang vor 780 Jahren rund um den Römer nahm. Aus den damaligen Anfängen entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte die größte operierende Messegesellschaft weltweit.  Aber auch nach erfolgreichen 780 Jahren bleibt die Messe ihrer gewachsenen Tradition aus Handel und Internationalität in ihrer Heimatstadt Frankfurt treu.“

Unmittelbar nach dem 780-jährigen Jubiläum der Messe Frankfurt finden nach dem mehrmonatigen weltweiten Lockdown wieder die ersten Fachmessen statt. Den Auftakt bildet die Intertextile Shenzhen Apparel Fabrics, die am 15. Juli 2020 in China startet. Die Fachmesse gehört zum Netzwerk von rund 50 internationalen Textilveranstaltungen der Messe Frankfurt, zu dem seit Juni dieses Jahres auch die Frankfurt Fashion Week zählt. Auch in Deutschland fahren Messen wieder hoch – unter strenger Einhaltung von ausgefeilten Sicherheits- und Hygienevorkehrungen. Kleinere Events finden bereits wieder auf dem Gelände in Frankfurt statt, und auch Fachmessen sind in Kürze geplant: den Anfang macht die Nordstil im September in Hamburg, gefolgt von der Frankfurter Buchmesse im Oktober. Für zahlreiche der weltweit verschobenen Eigenveranstaltungen der Messe Frankfurt sind Ersatztermine noch im Jahr 2020 geplant.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass die persönliche Begegnung auf unseren Plattformen wieder Stück für Stück möglich sein wird. Die weltweite Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebs zeigt, wie flexibel wir bei der Messe Frankfurt auf Herausforderungen reagieren können. Angepasst an die jeweiligen Vorschriften sind wir in der Lage – sowohl regional, national, europäisch, international – weltweit unseren Kunden die angemessene Bühne zu bieten“, sagt Wolfang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt. „In den letzten 780 Jahren hat sich immer wieder gezeigt, wie wichtig Messen gerade in Krisenzeiten sind, um eine wirtschaftliche Erholung zu fördern. Und von unseren Kunden erhalten wir deutliche Signale, dass Begegnungen und Dialoge im echten Leben unverzichtbar sind.“

Ein Blick zurück in die Geschichte zeigt, dass sich Messen als Spiegel der Wirtschaft immer wieder mit Krisensituationen konfrontiert sehen. So musste beispielsweise bereits im Jahr 1635 die damalige Frühjahrsmesse in Frankfurt ausfallen – Gründe hierfür waren die Auswirkungen des Dreißigjährigen Kriegs in Verbindung mit dem Ausbruch der Pest in Frankfurt. Schon damals gehörten zu den Maßnahmen zur Eindämmung von Seuchen die Grenzschließung, Gesundheitszeugnisse, Passwesen, Ein- und Ausreisekontrollen und Quarantänemaßnahmen. Wie wichtig Messen jedoch als zentrales Element der Wirtschaftsentwicklung sind, war schon damals bekannt. So begannen beispielsweise auch unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkriegs die Vorbereitungen für die Internationale Einfuhrmesse, die im Oktober 1919 stattfand, gefolgt von der Frühjahresmesse 1920. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Messegelände zu rund 95 Prozent zerstört. Der direkte Wiederaufbau galt als wichtiges Signal für den Messestandort Frankfurt. Mit der Frankfurter Messe im Oktober 1948 wurde der Messebetrieb fortgesetzt, zum Teil noch in provisorischen Leichtbauhallen, Zelten und unter freiem Himmel.

72 Jahre später stellt die weltweite Verbreitung des Corona-Virus seit Beginn des Jahres die Veranstaltungsbranche erneut vor Herausforderungen. „Die Messelandschaft wird sich im Zuge der Corona-Krise verändern“, so Marzin. „Themen wie Digitalisierung und Sicherheit werden dabei eine zentrale Rolle spielen. Der größte Erfolgsfaktor der Messebranche bleibt jedoch die persönliche Begegnung, für die wir seit 780 Jahren mit den Plattformen der Messe Frankfurt einen Rahmen schaffen. Denn das Bedürfnis nach persönlichen Kontakten ist in der aktuellen Zeit noch stärker vorhanden, als zuvor.“

Hintergrundinformationen Messe Frankfurt
Messe Frankfurt ist der weltweit größte Messe-, Kongress- und Eventveranstalter mit eigenem Gelände. Annähernd 2.600 Mitarbeiter an 29 Standorten erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 736 Millionen Euro. Wir sind eng mit unseren Branchen vernetzt. Die Geschäftsinteressen unserer Kunden unterstützen wir effizient im Rahmen unserer Geschäftsfelder „Fairs & Events“, „Locations“ und „Services“. Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal der Unternehmensgruppe ist das globale Vertriebsnetz, das engmaschig alle Weltregionen abdeckt. Unser umfassendes Dienstleistungsangebot – onsite und online – gewährleistet Kunden weltweit eine gleichbleibend hohe Qualität und Flexibilität bei der Planung, Organisation und Durchführung ihrer Veranstaltung. Die Servicepalette reicht dabei von der Geländevermietung über Messebau und Marketingdienstleistungen bis hin zu Personaldienstleistungen und Gastronomie. Hauptsitz des Unternehmens ist Frankfurt am Main. Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent.

Weitere Informationen: www.messefrankfurt.com

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