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Im Interview: Vier Fragen an Michael Biwer, Bereichsleiter Guest Events

Michael Biwer ist seit Januar 2020 neuer Bereichsleiter Guest Events bei der Messe Frankfurt. Er stellt sich vor und spricht über die aktuellen Herausforderungen und Chancen für die Veranstaltungsbranche.

Michael Biwer

Seit wann sind Sie „Messe Frankfurt Mensch“?

Michael Biwer: Seit Oktober 2000 bin ich der Messe Frankfurt über ein DHBW Studium BWL mit dem Schwerpunkt „Messe-, Kongress- und Eventmanagement“ verbunden. Nach erfolgreichem Abschluss folgten verschiedene Positionen im Vertrieb bei der Messe Frankfurt. Hier reichte das Portfolio von einer ISH China (Fachmesse für Sanitär, Heizung und Klimatechnik) und Light+Building (Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik) über die IFFA (Internationale Leitmesse für die Fleischwirtschaft) bis hin zur Prolight + Sound, der Fachmesse rund um Services und Technik für den Entertainmentbereich.

Diese Messe habe ich dann auch sechs Jahre als zuständiger Abteilungsleiter mit dem Schwerpunkt strategische konzeptionelle Entwicklung verantwortet. Im August 2016 folgte die Ernennung zum Group Show Director für die beiden Messen Prolight + Sound und Musikmesse. Zu den beiden Fachmessen am Standort Frankfurt zählte hier auch die strategische Verantwortung für den Brand weltweit mit Messen in Moskau, Dubai, Shanghai und Guangzhou.

Zum 1. Januar 2020 habe ich nun sozusagen die Seiten gewechselt – vom strategischen Messemacher zum internationalen Locationsvermieter und Vermarkter. Denn als Bereichsleiter Guest Events ist es meine Aufgabe, den Standort Frankfurt und damit das Gelände der Messe Frankfurt optimal mit Gastveranstaltungen auszulasten. Zu meinen neuen Kunden zählen hier Veranstalter von nationalen wie internationalen Messen, Kongressen und Events – sowohl aus dem B2B als auch aus dem B2C Sektor.

Was macht den Menschen Michael Biwer aus?

Michael Biwer: Ich bin ein Teamplayer. Und das in alle Richtungen - mit meinen Teams und unseren Kunden. Zuhören, kreativ denken und dann lösungsorientiert arbeiten. Denn eine Lösung gibt es immer! Rückschläge motivieren mich. Dann heißt es erst recht: analysieren und mit neuer Kraft Vollgas voraus.

Wie sieht das Gastveranstaltungsgeschäft aktuell bei der Messe Frankfurt aus?

Michael Biwer: Covid-19 hat uns – wie alle anderen Messegesellschaften und Veranstalter weltweit - in neues, sehr ungewöhnliches Fahrwasser gebracht. Dieses gilt es jetzt zu meistern und dann gestärkt aus dieser Krise hervorzugehen. Deshalb arbeiten wir aktuell nicht nur an zahlreichen Verschiebungen und Neuterminierungen. Darüber hinaus konzentrieren wir uns darauf, möglichst schnell Konzepte zu entwickeln, wie Veranstaltungen unter den gegebenen gesetzlichen Auflagen wieder auf unserem Gelände stattfinden können. Denn auch wenn Video Calls mittlerweile zum Geschäftsalltag dazu gehören, werden sie persönliche Begegnungen und Live Emotionen nicht ersetzen.

Ein vorsichtiger Blick in die Zukunft aus Ihrer heutigen Sicht:

Michael Biwer: Die Veranstaltungsbranche plant für die Zukunft. Das merken wir an den zahlreichen Anfragen und interessanten Gesprächen mit unseren Kunden. Sicherlich wird dabei auch zukünftig und langfristig die Digitalisierung eine Rolle spielen. Hybride Formate werden uns also noch mehr begleiten und zu einem flexiblen Standardmodul werden. Dadurch wird sich vielleicht auch das eine oder andere etablierte Veranstaltungsformat nachhaltig verändern. Diese Entwicklung bleibt spannend und wir arbeiten gemeinsam mit unseren Kunden an dieser Zukunft. Für vieles sind wir aber schon heute vollumfänglich gerüstet, etwa die Parallelität von Veranstaltungen auf unserem Gelände. Hier bieten wir nicht nur die nötige räumliche Flexibilität sondern auch die passgenaue Infrastruktur für jedes Format.

Das Interview wurde am 2. Juni 2020 geführt.

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