Weltweit führendes Messeunternehmen und weltweit größte Modeschule agieren gemeinsam für nachhaltig produzierte Mode
Die Messe Frankfurt und die internationale Kunsthochschule „École Superieure des Arts et Techniques de la Mode“ (Esmod) haben in Paris einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Gemeinsames Ziel ist die Förderung von Nachhaltigkeit in der Modewirtschaft.
„Die große Leistungsfähigkeit und der hohe Qualitätsanspruch beider Seiten sind die Treiber dieser Partnerschaft“, so Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, zu den Beweggründen der Kooperation. „Messe Frankfurt und Esmod werden zusammen eine tragfähige Plattform für ökologisch und sozialverträglich hergestellte Mode entwickeln.“
„Um unseren Studenten anspruchsvolle Lehrinhalte zu bieten, ist es für uns sehr wichtig, mit Spezialisten zusammenzuarbeiten, die das Metier sehr gut kennen. Mit der Messe Frankfurt haben wir einen starken Partner mit einem weltweiten Netzwerk im Bereich der nachhaltigen Textilien gefunden. Die Messe Frankfurt besitzt eine hohe Glaubwürdigkeit in der Textilbranche und organisiert die Ethical Fashion Show als einzige Messe für nachhaltige Mode in Paris“, sagt Christine Walter-Bonini, General Manager Esmod International.
Im Mittelpunkt der langfristig angelegten Zusammenarbeit steht das Thema Nachhaltigkeit, das fester Bestandteil der Modewelt - bei Designern, Produzenten und Nutzern - wird. Die Messe Frankfurt bringt dabei ihr breites Marktwissen ein. Das Unternehmen veranstaltet jährlich über 30 internationale Textilmessen und verfügt entsprechend über ein internationales Netzwerk zum Thema. Mit der Ethical Fashion Show in Paris und dem GREENshowroom in Berlin hat die Messe Frankfurt zudem bereits zwei Veranstaltungen zum Thema nachhaltige Mode im Portfolio.
Beide Partner werden in den kommenden Monaten das Thema Nachhaltigkeit und Eco-Fashion für die Pariser Hochschule entwickeln und sukzessive in die Lehrpläne implementieren, einen internationalen Designpreis „Eco-Fashion“ ausloben und die Trendshow „Esmod / Ethical Fashion Show“ kreieren. Weiterhin sind Präsentationen und Sonderschauen, wie z.B. „Esmod / Ethical Fashion Show“, gemeinsame PR-Aktivitäten, sowie der Auf- und Ausbau eines gemeinsamen internationalen Netzwerkes geplant.
Esmod wurde 1841 von Schneidermeister und Hoflieferant der Kaiserin Marie Eugénie, Guerre Lavigne, gegründet. Mit einer einzigartigen Lehrmethode – dem Modellieren an der Puppe als Grundlage der Schnittentwicklung – legte er den Grundstein für ein Lehrsystem, das heute in einem Netzwerk aus 21 Hochschulen in 14 Ländern unterrichtet wird. Jährlich beginnen, nach einem harten Auswahlverfahren, rund 1.000 Studenten aus 50 Nationen ihr Studium. Bekannte Fashiondesigner wie Jean Paul Gaultier und Thierry Mugler haben ihr Handwerk auf der Esmod gelernt.
„Wir sind sehr stolz, dass Esmod mit der Messe Frankfurt kooperiert. Dies kommt einem Ritterschlag gleich und war vor fünf oder sechs Jahren undenkbar“, sagte Detlef Braun anlässlich der Vertragsunterzeichnung.
Bei der Ethical Fashion Show handelt es sich um eine Messe für ethische Mode mit über hundert Marken. Der GREENshowroom präsentiert High-End-Fashion, Accessoires und Lifestyleprodukte, die umweltfreundlich und nach verantwortungsvollen sozialen Standards produziert wurden.
„Seit 2007 engagiert sich die Messe Frankfurt auf ihren Textilmessen konsequent für ökologisch und sozialverträglich hergestellte Textilien und schafft damit eine einzigartige Plattform für nachhaltige Materialien und Accessoires“, so Michael Scherpe, Präsident der Messe Frankfurt France und Initiator des Zusammenschlusses mit Esmod. „Diese Kooperation zeigt deutlich, wie ernst er uns mit der Zielsetzung ist, den fairen Handel zu fördern und Marken zu unterstützen, die sich diesbezüglich engagieren, damit sie bekannter werden und sich wirtschaftlich weiterentwickeln.“
Hintergrundinformation Messe Frankfurt
Die Messe Frankfurt ist mit 448,3 Millionen Euro Umsatz und weltweit über 1.600 aktiven Mitarbeitern das größte deutsche Messeunternehmen. Der Konzern besitzt ein globales Netz aus 28 Tochtergesellschaften, fünf Niederlassungen und 52 internationalen Vertriebspartnern. Damit ist die Messe Frankfurt in mehr als 150 Ländern für ihre Kunden präsent. An über 30 Standorten in der Welt finden Veranstaltungen "made by Messe Frankfurt" statt. Im Jahr 2010 organisierte die Messe Frankfurt 87 Messen, davon mehr als die Hälfte im Ausland.
Auf den 578.000 Quadratmetern Grundfläche der Messe Frankfurt stehen derzeit zehn Hallen und ein angeschlossenes Kongresszentrum. Das Unternehmen befindet sich in öffentlicher Hand, Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent.