Mercedes-Benz übergibt batterie-elektrisch angetriebenen A-Klasse E-Cell und wasserstoffbetriebenen B-Klasse F-Cell
Zukunftsfähiges Denken und Handeln spielen bei der Messe Frankfurt eine zentrale Rolle. Das unterstrich Dr. Andreas Winckler, Geschäftsführer der Messe Frankfurt Medien und Service GmbH, bei der Übernahme einer Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell und einer B-Klasse F-Cell von Burkhard Wagner, Direktor der Mercedes-Benz Niederlassung Frankfurt / Offenbach.
Bei dem A-Klasse E-Cell handelt es sich um ein rein batterie-elektrisch betriebenes Auto, auf der Basis von zwei Lithiumionen-Batterien. Die B-Klasse F-Cell erzeugt mit Hilfe von Brennstoffzellen Strom für einen Elektromotor. Winckler zeigte sich über beide Fahrzeuge hochzufrieden: „Der Einsatz des E- und des F-Cell verbessert unsere CO2-Bílanz wieder ein wenig. Er ist eine von vielen kleinen und großen Maßnahmen zugunsten eines nachhaltigen Wirtschaftens, dem wir uns als Unternehmen verschrieben haben. Wir sind davon überzeugt, dass Elektroautos – ob mit Batterie oder Brennstoffzelle – einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Mobilität leisten können.“ Zu diesen Maßnahmen gehört beispielsweise auch, dass auf einzelnen Hallendächern in den vergangenen Monaten und Jahren Photovoltaikanlagen installiert wurden.
„Der B-Klasse F-Cell wird bereits als Serienfahrzeug mit kleinen Stückzahlen produziert. Momentan sind rund 200 Fahrzeuge an Unternehmen ausgeliefert, davon ca. zehn in Frankfurt und Umgebung. Dass wir die Messe Frankfurt als einen Partner für unsere technologischen Neuentwicklungen gewinnen konnten, macht uns sehr stolz“, sagt Burkhard Wagner bei der Übergabe.
Winckler musste nicht überredet werden, den F-Cell der Messe Frankfurt auf einer Jungfernfahrt zu testen. Nach einer fachkundigen Anleitung drehte er die erste Runde – und erzeugte dabei 0,0 g CO2-Emissionen. Herzstück des F-Cell ist die neue Generation des Elektroantriebs mit Brennstoffzelle. Diese erzeugt den Fahrstrom aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff direkt im Fahrzeug. Dabei entstehen keine Schadstoffemissionen, sondern lediglich reines Wasser.
Der Brennstoffzellenantrieb des F-Cell ermöglicht dem Elektroauto eine Reichweite von ungefähr 385 Kilometern, der Betankungsvorgang mit Wasserstoff dauert drei Minuten. Der Motor des Fahrzeugs hat eine Leistung von 100 kW / 136 PS und 290 Newtonmeter Drehmoment.
Im Gegensatz dazu ist die A-Klasse E-Cell ein reines Elektroauto. Es kann sowohl an der haushaltsüblichen Steckdose als auch an aufgestellten Ladestationen (Wallbox) aufgeladen werden. Bei 230 Volt werden acht Stunden benötigt, um genug Strom für 100 Kilometer aufzuladen. Bei 400 Volt beträgt die Zeit drei Stunden. Die beiden Lithiumionen-Batterien, mit einem Energieinhalt von 36 kWh, sind im Boden des Wagens verstaut. Damit erzielt diese A-Klasse eine Reichweite von 255 Kilometern. Die Spitzenleistung des Elektromotors liegt bei 70 kW / 95 PS.
„Für unsere Zwecke sind beide Fahrzeuge ideal“, urteilte Winckler. „Wir werden sie großteils auf unserem Messegelände und innerstädtisch in Frankfurt einsetzen. Zum jetzigen Zeitpunkt legen wir uns nicht auf eine bestimmte Technologie fest, sondern testen unterschiedliche Entwicklungsrichtungen. Das entspricht der Strategie der Diversifikation bei der Messe Frankfurt.“
Hintergrundinformation Messe Frankfurt
Die Messe Frankfurt ist mit 448,3 Millionen Euro Umsatz und weltweit über 1.600 aktiven Mitarbeitern das größte deutsche Messeunternehmen. Der Konzern besitzt ein globales Netz aus 28 Tochtergesellschaften, fünf Niederlassungen und 52 internationalen Vertriebspartnern. Damit ist die Messe Frankfurt in mehr als 150 Ländern für ihre Kunden präsent. An über 30 Standorten in der Welt finden Veranstaltungen "made by Messe Frankfurt" statt. Im Jahr 2010 organisierte die Messe Frankfurt 87 Messen, davon mehr als die Hälfte im Ausland.
Auf den 578.000 Quadratmetern Grundfläche der Messe Frankfurt stehen derzeit zehn Hallen und ein angeschlossenes Kongresszentrum. Das Unternehmen befindet sich in öffentlicher Hand, Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent.