Auf dem Dach der Messehalle 10 hat die Messe Frankfurt heute zusammen mit Mitarbeitern und Bürgern aus Frankfurt und Umgebung eine Photovoltaikanlage offiziell in Betrieb genommen.
Die Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main und Aufsichtsratsvorsitzende der Messe Frankfurt, Dr. h.c. Petra Roth, übergab die neue Anlage gemeinsam mit Volker Klös, Vorsitzender der Sonneninitiative e.V, Michael von Zitzewitz, Vorsitzenden der Geschäftsführung der Messe Frankfurt und Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, ihrer Bestimmung.
„Ich freue mich, dass durch die gemeinsamen Anstrengungen aller Beteiligten ein Projekt dieser Größe in so kurzer Zeit realisiert und ein entscheidender Beitrag zur ökologischen Energieversorgung in Frankfurt geleistet werden kann“, sagte Petra Roth..
Die gemeinschaftlich betriebene Photovoltaikanlage, die als Mitarbeiter- und Bürgerbeteiligungsanlagen von dem Verein Sonneninitiative e.V. ins Leben gerufen und von der Messe Frankfurt sowie dem regionalen Energie-Dienstleister Mainova unterstützt wurde, besteht aus 1.305 polykristallinen Modulen. Die Maximalleistung wird bei 300 Kilowatt liegen, was einer Jahresernte von ca. 280.000 kWh oder dem Verbrauch von über neunzig Privathaushalten entspricht.
Die Gesamtkosten der 2.145 Quadratmeter großen Modulfläche liegen bei rund 1,3 Millionen Euro. Zahlreiche Bürger und Messemitarbeiter haben Anteile an der Photovoltaik-Anlage erworben.
Die Besitzer der Anlagen erhalten für ihre Investition eine Vergütung für den Sonnenstrom. Der Verein Sonneninitiative e.V. kümmert sich um den technischen Betrieb der Anlage und rechnet die Einspeisevergütung der Mainova für die Teilnehmer ab. Die Messe Frankfurt hatte die Vorbereitung der Infrastruktur übernommen und die baulichen Voraussetzungen geschaffen, um die Installation der Photovoltaikanlagen zu ermöglichen. Mit dem Bau der Anlagen wurde im August begonnen.
„Wir sind sehr glücklich, dass wir dieses Projekt auch als Mitarbeiterprojekt realisieren konnten. Die Mitarbeiter der Messe am Heimatstandort Frankfurt legen damit ein deutliches Bekenntnis zu Klimaschutz und Kohlendioxidreduzierung ab“, betonte Michael von Zitzewitz.
Hintergrundinformation Sonneninitiative e.V.
Die Sonneninitiative e.V. ist ein Umweltverein aus Marburg/Lahn. Er hat sich auf die Initiierung von regenerativen Energieprojekten in Bürgerhand spezialisiert und fördert die Energiewende in hessischen Städten, Gemeinden und Landkreisen. Über fünfzig so genannter Bürgersonnenkraftwerke auf öffentlichen Gebäuden hat der Verein seit seiner Gründung 2003 auf den Weg gebracht. Die erzeugte Energie reicht rechnerisch aus, um einen kleinen Ort komplett mit klimafreundlichem Sonnenstrom zu versorgen.
Ein Bürgersonnenkraftwerk des Vereins besteht aus mehreren Photovoltaikanlagen, die auf einem großen, meist öffentlichen Gebäude errichtet werden. Die Anlagen gehören Bürgern der Region und sind technisch zu einer großen Anlage verbunden. Jeder der so genannten Teilnehmer ist Eigentümer seiner Anlage, als ob sie auf dem eigenen Dach errichtet wäre. Betreut und konzipiert wird das Ganze vom Verein. Er übernimmt Wartung, Versicherung, Überwachung und Abrechnung mit dem Energieversorger für die Teilnehmer, so dass jeder Bürger einfach und unkompliziert selber die Energie der Sonne „ernten“ kann.
Weitere Informationen: www.sonneninitiative.org
Hintergrundinformation Mainova
Die Mainova AG ist einer der größten regionalen Energieversorger Deutschlands mit Sitz in Frankfurt am Main. Größte Anteilseigner sind mit 75,2 Prozent die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH (alleiniger Gesellschafter ist die Stadt Frankfurt am Main) und mit 24,4 Prozent die Beteiligungsgesellschaft Thüga AG. Der Streubesitz beträgt 0,4 Prozent. Der Mainova-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von rund 1,72 Mrd. EUR, davon entfiel knapp die Hälfte auf das Segment Erdgas und etwa ein Drittel auf das Segment Strom. Mainova versorgt rund eine Million Menschen in Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern mit Energie.
Weitere Informationen: www.mainova.de
Hintergrundinformation Messe Frankfurt
Die Messe Frankfurt ist mit 440 Millionen Euro Umsatz (2008) und weltweit über 1.500 Mitarbeitern das größte deutsche Messeunternehmen. Der Konzern besitzt ein globales Netz aus 28 Tochtergesellschaften, fünf Niederlassungen und 52 internationalen Vertriebspartnern. Damit ist die Messe Frankfurt in mehr als 150 Ländern für ihre Kunden präsent. An über 30 Standorten in der Welt finden Veranstaltungen "Made by Messe Frankfurt" statt. Im Jahr 2008 organisierte die Messe Frankfurt über 100 Messen, davon mehr als die Hälfte im Ausland.
Auf den 578.000 Quadratmetern Grundfläche der Messe Frankfurt stehen derzeit zehn Hallen und ein angeschlossenes Kongresszentrum. Das Unternehmen befindet sich in öffentlicher Hand, Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent.
Weitere Informationen: www.messefrankfurt.com